Christi Himmelfahrt

Gottes Liebe Hand und Fuß geben

Seelsorgeeinheit Bad Waldsee feiert gemeinsam Christi Himmelfahrt

veröffentlicht in der Schwäbischen Zeitung vom 11.05.2018, Ausgabe Bad Waldsee-Aulendorf

400 Gläubige aus den vier Pfarreien der Seelsorgeeinheit Bad Waldsee haben sich an Christi Himmelfahrt zum Gottesdienst in der Sporthalle der Eugen-Bolz-Schule versammelt. Der Gottesdienst bildete den Abschluss von vier Öschprozessionen, in denen die Gläubigen von ihrer Heimatpfarrei sternförmig durch die Natur herein in die Stadt gezogen waren.

Konnten die Gläubigen aus Reute-Gaisbeuren, Haisterkirch und Michelwinnaden jeweils an den dortigen Kirchen starten, so hieß der Startort für die Waldseer Gläubigen Mittelurbach. Bereits um 7:30 Uhr startete eine kleine Gruppe von 20 Gläubigen in Michelwinnaden. Um 9:30 Uhr wurden diese dann von Pfarrer Thomas Bucher und weiteren Gläubigen am LIDL-Parkplatz in Bad Waldsee erwartet. Die inhaltliche Ausrichtung der Prozession stand nun unter dem Leitgedanke „Mit Lust und Liebe glauben“, ein Motto, welches Martina Kreidler-Kos bei der Kirchengemeinderatsklausur im Hinblick auf das Papstschreiben „amoris laetitia“ vorgestellt hatte. Auf dem gemeinsamen Weg der Gläubigen bis zur Eugen-Bolz-Schule wurden drei Stationen eingelegt, die sich den Themen Glaube, Lust und Liebe widmeten. Vor allem die Station Lust kam sichtlich gut an, denn im Hinblick auf die Essenslust verteilte Pfarrer Bucher kleine Schokoladentäfelchen.

Der Gottesdienst in der Sporthalle der Eugen-Bolz Schule bildete liturgisch die Fortsetzung der Prozession. Musikalisch gestaltete das Bläserensemble der Stadtkapelle Bad Waldsee und die Familiengottesdienstband aus Reute die Messfeier, die von den Pfarrern Thomas Bucher, Stefan Werner, Adolf Schuhmacher und Diakon Marcel Görres geleitet wurde. „Der gemeinsame Gottesdienst innerhalb der Seelsorgeeinheit ist etwas wertvolles, an dem wir festhalten wollen“ so Bucher. „Mit Lust und Liebe glauben“ ist ein Motto, das sich auch bestens auf die Patrozinien der vier Kirchengemeinden anwenden lässt. Bucher und Werner brachten die Kirchenpatrone den 400 Gläubigen näher: Johannes der Täufer (Haisterkirch) als Inbegriff des „wilden Mannes“, der unabhängig ist und stets bereit, für eine gute Sache zu kämpfen. Petrus (Bad Waldsee und Reute), der leidenschaftlich für Jesus brennt und ihn trotzdem verleugnet. Petrus, der in Erkenntnis des schwachen Glaubens laut ruft „Herr rette mich“. Paulus (Reute) hingegen ist ein Mensch, der ständig unterwegs war, um das Evangelium zu verbreiten, der äußerst gut vernetzt war und mit seinen Briefen ständig im Gespräch war. Johannes der Evangelist (Michelwinnaden) stellte die Theologie der Liebe Gottes in den Mittelpunkt seines Evangeliums. Es ist die Liebe Gottes, die in Jesus Fleisch geworden ist und die an Christi Himmelfahrt wieder zurückgekehrt ist, erklärte Bucher und zeigte so eine direkte Verbindung zum Feiertag. Ob nun aus dem Johannesevangelium oder im Papstschreiben begründet, für Bucher ist es wichtig, dass die Christen Gottes Liebe Hand und Fuß geben.

Die gemeinsame Gottesdienstfeier der Gläubigen aus den Kirchengemeinden St. Peter, St. Johannes Evangelist, St. Johannes Baptist sowie St. Peter und Paul zeigte sich schon in der zweiten Auflage als wertvoller Baustein im Jahreskreis der Seelsorgeeinheit.

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